Info

  • SEE! besteht aus den Kölner Choreographinnen und Regisseurinnen S.E. Struck und Alexandra Knieps.
  • Seit 2005 inszenieren sie ihre unverwechselbaren transdisziplinären Performances.
  • Seit der erfolgreichen Inszenierung von Räume räumen in den Münchener Kammerspielen verbindet SEE! eine kongeniale Zusammenarbeit mit dem Musiker und Autor PeterLicht. Die irrlichternde Anarchie seiner Texte setzt SEE! stets als offenes Netzwerk auf die Bühne und löst die Grenze zwischen Zuschauer und Darsteller auf.
  • Mal sind die Zuschauer Teil des allgemeinen Tinitus (OK Panik), mal werden sie mit Text akupunktiert (Das Sausen der Welt) mal selbstverständlicher Teil eines Chors (Ich bin ein Volumenjoker).
  • Damit entzieht sich SEE! bewusst dem Plotbetrieb, und inszeniert mannigfaltiges Kopfkino bei dem der innere (Frei-)Raum des Zuschauers das allergrößte Spektakel ist.

Kontakt

Chronologie

  • 2016

  • The Hype
  • Ein zeitgenössischer Zyklus mit 6 Performern und einem Pianisten, Uraufführung Theaterfestival Favoriten, Dortmund
    • 2015

    • Ich bin ein Volumenjoker
    • Ein euphorischer Chor mit einem Text von PeterLicht, Uraufführung Ringlokschuppen Ruhr in Mühlheim a.d.R.
    • 2014

    • Ok Panik – ein Rausch am Abgrund
    • Performance/Installation bei den Favoriten im MAO in Dortmund
    • 2013

    • Das Sausen der Welt
    • Theaterabend am Kölner Schauspielhaus
    • 2010

    • Wunder des Alltags
    • Labor für Kinder- und Jugendtheater im Rahmen von Theater der Welt in Mühlheim a.d.R.
    • 2009

    • Schlaf in deiner Stadt
    • Installation im Rahmen des PeterLicht Festivals „Der unsichtbare Mensch“ an den Münchner Kammerspielen
    • My personal Widerstandsjukebox
    • Interaktive Performance im Rahmen des PeterLicht Festivals „Der unsichtbare Mensch“ an den Münchner Kammerspielen
    • Räume räumen
    • Theatrale Installation an den Münchner Kammerspielen (Neues Haus)
    • 2008

    • Chor
    • Performanceinstallation bei der Kunstmesse ART.FAIR - Köln
    • 2007

    • Friday I’m In Love
    • Performanceinstallation im Rahmen der langen Nacht der Museen im deutschen Sport- und Olympiamuseum Köln
    • Schlaf in deiner Stadt
    • Performanceinstallation im Rahmen der langen Nacht der Museen im deutschen Sport- und Olympiamuseum Köln
    • Orte ordnen
    • Performanceinstallation vor dem Kölner Hauptbahnhof
    • 2006

    • Aktion 3
    • Intervention in verschiedenen Modeläden der Düsseldorfer Innenstadt im Rahmen der Internationalen Tanzmesse Düsseldorf
    • 2005

    • SEE! Special
    • Tanzkonzert im Tanzhaus NRW in Düsseldorf und im Panoramahaus Köln
    • Pilotserie Aktion 4
    • Interventionen in Ämtern der Stadt Köln
    • Pilotserie Aktion 3
    • Intervention in verschiedenen Modeläden der Kölner Innenstadt
    • Pilotserie Aktion 2
    • Interventionen im Stadtgeschehen in Köln
    • Pilotserie Aktion 1
    • Performance in einem Möbelladen in Köln

Presse 1/11

Ok Panik

von Ulrike Maerkel, www.ruhrbarone.de

Das MOM wurde auch als Theater-Spielstätte genutzt. Die Aufführung von „SEE! Ok, Panik“ verwandelte die ehemalige Ausstellungsfläche für expressionistische Kunst in einen Tanzraum. Für die beiden Regisseurinnen war diese (Spiel)Fläche ideal, erklärten sie doch: „Alles beginnt mit dem Raum. Das leerstehende Museum offenbart sich für uns als ein Ort, in dem schon alles war und zugleich nichts mehr ist. Ideal, um die Frage zu stellen, wo fängt das Ich an und hört das Wir auf.“ So gab es kein Entrinnen, das ich war nicht dort und das Du nicht dahinten – vielmehr war der Betrachter statt außen vor mitten drin und musste sich mit der Inszenierung mitbewegen, sich umsetzen, aus dem Weg gehen, sich zur Seite lehnen, denn die beiden Tänzer tanzten zwischen den eng im Raum sitzenden Zuschauern “poem-rappend” hindurch. Der Raum, rundum ausgestattet mit schallisolierenden Matratzen und Schaumgummimatten verhinderte den „globalen Tinnitus“ nicht, verwiesen viel mehr auf ihn als immer anwesendes Grundrauschen der Welt. Die beiden Regisseurinnen interpretierten in dem Stück PeterLichts Text über “Das Sausen” eigenwillig, poetisch, manchmal traurig und komisch zugleich – und künstlerisch großartig umgesetzt.

Presse 2/11

Ok Panik

von Frederike Fellbek, www.nachtkritik.de

Bissfester zeigt sich die Aufführung "Ok, Panik", für die das Choreografinnenduo SEE! einen der Ausstellungsräume mit Teppichen, Schaumstoff und Matratzen wattiert. Zwei Performer interpretieren wie zwei Beatpoeten den kapitalismuskritischen Text von Peter Licht "Das Sausen der Welt". Sie schwingen zu einer Komposition von Ben Lauber und Christoph "Mäcki" Hamann durch den Raum, die sich herrlich von einer im Hintergrund wabernden Collage emanzipiert hin zu einem Pizzicato aus Tropfgeräuschen und wuchtigen Klängen. Ein Abenteuer für das Auge ist es, den beiden mit den Blicken zu folgen und ihnen zuzuhören, wie sie den assoziativ-philosophischen Text deutlich und griffig machen. 

Presse 3/11

Das „Sausen der Welt“ spielt mit Wörtern, Klängen und Musik

von Jürgen Schön, Stadtrevue

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Auf die Suche nach den Geräuschen der Welt machte sich PeterLicht für das Schauspiel Köln. Entstanden ist mit „Das Sausen der Welt“ ein knapp einstündiges Bühnenstück, ein mitreißendes Spiel mit Wörtern, Geräuschen, Klängen und Musik, mit Monologen, Dialogen und Chorgesang. Ein Hörspiel mit grotesken Körperverrenkungen, Gruppentanz und absurden Spaziergängen. Witzig, abgründig, voller Überraschungen. Zunächst ist es einmal eine Hymne, auf das, was in dieser Welt gleichsam als Hintergrundgeräusch wie bei einem Tinnitus zu hören ist: das Geräusch des schelmisches Blicks, der tiefsten Tiefe, des Umherschwirrens des Geldes, der Zellmembrane und der verschobenen Kontinente. Die Lieder der untergegangenen Stämme, Rassen und Völker, die Sinfonie der Mutationen. Schließlich die Klänge der Krisen, der Teilkrise ebenso wie die der Strukturkrise. Assoziationen führen vom Hölzchen aufs Stöckchen.

Ein Wortwirbel, der den Zuhörer wie ein Sog anzieht, dabei langsam seinen Sinn verliert und nur noch Staunen macht, Ein Wortwirbel mal laut, mal leise, untermalt von Summen und Brummen, Zischen und Pfeifen. Und von Musik, die für einen durchgehenden Grundton sorgt, dabei mal treibt, mal bremst oder mit einem Trommelwirbel wachrüttelt. Als „Leben ohne Katastrophe“ wurde die Arbeit vor Beginn der Spielzeit angekündigt. Von wegen – im Alltag gibt es das nicht. Und so baut der Kölner Musiker und Autor PeterLicht ein sich wiederholendes Streitgespräch über eine Espresso-Bestellung ein, lässt eine Protestbewegung über Aktionen und fehlende Schokolade schwafeln. Und dann gibt es noch die faszinierende Szene über die Krise, die buchstäblich alle schüttelt, für die keiner verantwortlich sein will und die hin- und hergeschoben wird. Höchstes Lob für das 15-köpfige Ensemble – acht Schauspielerinnen und Schauspieler, vier Sänger und Sängerinnen, drei Musiker. Mit äußerster Disziplin und Perfektion sowie allerfeinster Sprechkunst – geführt von Alexandra Dederichs und S.E.Struck (See!) – arbeiten sie sich durch den Text mit seinen wechselnden Rhythmen und Lautstärken, sind sowohl Solisten als auch nur Teilchen einer aufs Engste zusammengepressten Gruppe. Ein begeistertes Publikum spendete langen, lauten, mit Bravos gespickten Premierenbeifall.

Presse 4/11

Dauerlächelnde Möbelpacker

von Tristan Berger, Theater der Zeit

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(...) In der szenischen Umsetzung im neuen Haus der Münchener Kammerspiele heißt diese Unternehmung „Räume räumen“ und beginnt wie eine animierte Stehparty in einer neuen Wohnung. Der Teppich ist frisch verlegt,die aromatischen Kohlenwasserstoffe des Teppichklebers hängen noch in der Luft illuminiert von anderthalb tausend politisch unkorrekten Klimakillern, ein Glühbirnen-Sternenhimmel voller Glühbirnenfädchen. (...)

Presse 5/11

Musikalischer Räumungsverkauf

von Christine Diller, Münchner Merkur

Eine Hymne an das Verschwinden ist sein (Anm. Peter Licht) Abend „Räume räumen“ im Neuen Haus der Münchner Kammerspiele geworden, ein möbliertes Konzert, ein gesungener Umzug, ein musikalischer Räumungsverkauf alter Wahrheiten und neuer Erkenntnisse gleich dazu. Beige Auslegeware erstreckt sich unter einem Himmel voller Glühbirnen, geräuschlos spazieren die Zuschauer in dieser leeren Möbelwelt umher. Bis plötzlich ein Gemurmel anhebt: Schauspieler sind unter ihnen und verheddern sich so lange in den Themen Geld und Wetter, bis sie zugeben müssen, dass ersteres immer weniger und letzteres immer schlechter geworden ist. Wie ferngesteuert bahnen sie sich ihren Weg, sammeln sich zum Chor, singen ein PeterLicht-Lied und werden von einem Streich-Trio begleitet. (...) Ein Abend voller Poesie und Rätseln, eigentlich zu schön und harmonisch für diese Welt, die er beschreiben will.

Presse 6/11

Von der Rettbarkeit der Welt

von Sabine Leucht, www.nachtkritik.de

Der Raum mag im Verlauf der knapp achtzig Minuten immer enger, die immer schneller herbeigeschleppten Möbel mögen immer gewichtiger werden, die Stimmung bleibt stets leicht, menschenfreundlich und sehnsuchtsbejahend. Auch wenn in der zwischen den Liedern hindurch vagabundierenden Geschichte „Vergeltungsschläge“ gewaltige Löcher in ganze Häuser schlagen. (...) Doch weil Peter Licht als Romantiker mit großem Herzen doch letztlich an die Rettbarkeit der Welt glaubt, steigen die Schauspieler am Ende über Kommoden und Schränke ganz weit hinauf, verschwinden hinter der Glühbirnenwand in die Unsichtbarkeit - hoffnungsvoll „In weiter Ferne lauter Licht“ schmetternd. Und noch auf dem langen Weg nach unten in den nächtlichen Alltag sieht man viele leuchtende Gesichter.

Presse

„...eigenwillig, poetisch, manchmal traurig und komisch zugleich – und künstlerisch großartig umgesetzt.“ ❲weiter❳ ✚

Ulrike Maerkel, www.ruhrbarone.de über „Ok - Panik“ bei den Favoriten in Dortmund

„Ein Abenteuer für das Auge ist es, den beiden mit den Blicken zu folgen und ihnen zuzuhören, wie sie den assoziativ-philosophischen Text deutlich und griffig machen.“ ❲weiter❳ ✚

Frederike Fellbek, www.nachtkritik.de über „Ok - Panik“ bei den Favoriten in Dortmund

„Ein Wortwirbel, der den Zuhörer wie ein Sog anzieht, dabei langsam seinen Sinn verliert und nur noch Staunen macht...“ ❲weiter❳ ✚ PDF ▽

Jürgen Schön, Stadtrevue über „Das Sausen der Welt“ im Schauspiel Köln

„Tolle Dröhnung! Ein Softrock-Juwel am Schauspiel Köln, unbedingt empfehlenswert!“ PDF ▽

Christian Bos, Kölner Stadtanzeiger über „Das Sausen der Welt“ im Schauspiel Köln

„ ...jenes Gefühl einer animierten Stehparty in einer neuen Wohnung.“ ❲weiter❳ ✚ PDF ▽

Tristan Berger, Theater der Zeit über „Räume räumen“ in den Münchner Kammerspielen

„Ein Abend voller Poesie und Rätseln, eigentlich zu schön und harmonisch für diese Welt“ ❲weiter❳ ✚

Christine Diller, Münchner Merkur über „Räume räumen“ in den Münchner Kammerspielen

„Und noch auf dem langen Weg nach unten in den nächtlichen Alltag sieht man viele leuchtende Gesichter.“ ❲weiter❳ ✚

Sabine Leucht, www.nachtkritik.de über „Räume räumen“ in den Münchner Kammerspielen

„Ordnungen durchbrechen!“

Johanna Schmeller, TAZ über „Räume räumen“ in den Münchner Kammerspielen

„Schlafen eine Kunst“

Petra Hallmayer, Süddeutsche Zeitung über SEE! „Schlaf in deiner Stadt“ in den Münchner Kammerspielen

„Köln stand still.“

Yvonne Strüwing, Eins Live über SEE! „Orte ordnen“ auf der Kölner Domplatte

„Eng angeschmiegt an alles möglich Popkulturelle, aber dabei ausreichend eigenwillig. Ein Abend der irgendwie doch aus der Reihe tanzt...“

Gesa Pölert, Rheinische Post über „SEE! Spezial“ im Tanzhaus NRW